Abschlusskonferenz von ENSA / Engagement Global

Nachdem in der Vergangenheit bereits eine Auftakt- und eine Sommerkonfenz leider nur auf Distanz stattfinden konnten, durften insgesamt 10 Personen von 18.-21. November in Präsenz nach Bad Breisig in Rheinland-Pfalz fahren.

Ein zentraler Block war der sogenannte Partnerschaftstag am Freitag. In diesem Rahmen konnten wir uns virtuell per Zoom mit unseren Kollegen und deren SchülerInnen aus Kenitra in Marokko treffen und gemeinsam an unserem Partnerschaftsprojekt planen. Dieses soll anlässlich unseres Besuchs im Frühjahr am CPT (Centre de Perfectionnement Technique) in Kooperation zwischen Metallbauern und Elektronikern aus Kempten und Kenitra entstehen. Das Projekt wird unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit ein Schild sein, das mit einer kleinen PV-Inselanlage beleuchtet wird. Die Beleuchtungssteuerung übernimmt eine Kleinsteuerung LOGO.

Weitere Themen der Konferenz waren die 17 SDGs / Nachhaltigkeitsziele, die im Rahmen der Agenda 2030 im Jahre 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen wurden. Hierzu referierte der Geschäftsführer des Global Policy Forums New York, Jens Martens, und stellte den momentanen Stand der Umsetzung dar.
In einem weiteren Vortrag berichtete Amanda Luna Tacunan über ihr Engagement für Bildung und Jugend in ihrer Heimat Peru. Die Situation in Mittel- und Zentralamerika hat sich in den letzten Monaten nicht zuletzt durch die Pandemie verschärft.
Neben der intensiven inhaltlichen Arbeit sollten die Teilnehmer, die schließlich neben Urlaub auch noch Freizeit einbrachten, als berufs- und lehrjahrübergreifende Gruppe zusammenwachsen. So durften sich Schüler und Lehrer in einem mehrstündigen Kegelwettkampf messen. Beide Gruppen hatten so die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich näher kennenzulernen.

Wir waren die absoluten Exoten, viele andere Teilnehmergruppen kamen aus norddeutschen Mittelschulen und Gymnasien. Einige von ihnen hörten erstmals Details über die duale Bildung, Kempten lag in deren Weltbild auch schon mal in der Schweiz. Trotzdem war die Teilnahme für unsere Gruppe eine Bereicherung. Es war sehr interessant, gemeinsam über Themen zu diskutieren, die nicht unmittelbar mit unserem beruflichen Alltag zu tun haben. Der Blick über den europäischen Tellerrand hinaus in uns fremde Kulturen und das Entdecken von Gemeinsamkeiten war spannend und trotzdem unterhaltsam.

Aus Lehrersicht das Highlight der vier Tage waren aber unsere disziplinierten und hochmotivierten Schüler – Nach der bestandenen Generalprobe im Westen Deutschland freuen wir auf die gemeinsame Arbeit mit unseren PartnerInnen in Nordafrika im kommenden Jahr. Wir hoffen alle, dass sich bis zum Frühjahr die Situation soweit beruhigt hat, dass der Austausch auch stattfinden kann.

Marcus Marcher