Große Hilfsbereitschaft an der Berufsschule 1 Kempten: 288 weitere Hoffnungsträger im Kampf gegen Blutkrebs

Kempten – Ein starkes Zeichen der Solidarität setzten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte an der Staatliche Berufsschule 1 Kempten: Im Rahmen einer Registrierungsaktion in Kooperation mit der DKMS ließen sich diesmal 288 Mitglieder der Schulfamilie als potenzielle Stammzellenspender aufnehmen. Es ist bereits die dritte erfolgreiche Aktion dieser Art an der Schule – nach den Jahren 2022 und 2023. Die BS 1 Kempten brachte damit insgesamt schon über 1350 potentielle Neuspender in die DKMS-Datenbank.

Organisiert wurde die Aktion federführend von Thomas Barmetler, der sich seit Jahren für das Thema engagiert. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie groß die Bereitschaft ist, anderen zu helfen. Jede Registrierung kann am Ende den entscheidenden Unterschied machen“, betonte er. Zugleich hob er hervor, dass ein Projekt dieser Größenordnung nur gemeinschaftlich zu stemmen sei: Ohne die breite Unterstützung des gesamten Kollegiums wäre die Durchführung nicht möglich gewesen.

Für dieses anhaltende Engagement wurde die Berufsschule nun von der DKMS mit dem sogenannten Schulsiegel ausgezeichnet. Eine Ehrung, die nicht nur die hohe Beteiligung würdigt, sondern auch die kontinuierliche Aufklärungsarbeit rund um das Thema Blutkrebs und Stammzellspende.

Ein einfacher Schritt mit großer Wirkung

Die Registrierung selbst ist unkompliziert: Mit einem einfachen Wangenabstrich werden die Gewebemerkmale erfasst und in eine internationale Datenbank aufgenommen. Kommt es zu einer Übereinstimmung mit einem Patienten, kann der registrierte Spender möglicherweise Leben retten.

Wie konkret diese Hilfe sein kann, zeigt ein Blick auf die vergangenen Jahre: Aus den beiden vorausgegangenen Aktionen an der Schule wurden bereits 16 Personen tatsächlich als Spenderinnen und Spender ausgewählt – sie konnten somit aktiv zur Lebensrettung von Blutkrebspatienten beitragen.

Blutkrebs kennt keine Grenzen

Blutkrebs kann jeden treffen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebensweise. Allein in Deutschland erhält etwa alle 12 Minuten ein Mensch diese Diagnose. Für viele Betroffene beginnt dann ein Wettlauf gegen die Zeit: Die Suche nach einem passenden Spender gestaltet sich oft schwierig, da die genetischen Merkmale nahezu vollständig übereinstimmen müssen.

Hier setzt die Arbeit der DKMS an, die seit ihrer Gründung Millionen von Menschen weltweit als potenzielle Spender registriert hat. Je größer die Datenbank, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten die lebensrettenden Stammzellen eines Spenders/einer Spenderin erhalten.

Engagement, das Schule macht

Die wiederholte Durchführung der Aktion an der Kemptener Berufsschule 1 zeigt, wie wichtig Aufklärung und solche Initiativen sind. Viele der Teilnehmenden entschieden sich nach den Informationsveranstaltungen bewusst für die Registrierung – motiviert durch das Wissen, konkret helfen zu können.

Mit dem Schulsiegel würdigt die DKMS nicht nur die Zahlen, sondern auch die Haltung dahinter: gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für andere einzusetzen.

Am Ende bleibt eine beeindruckende Bilanz – und vor allem eines: über 1.350 neue Chancen auf Leben. Und die berechtigte Hoffnung, dass auch aus dieser dritten Aktion künftig weitere Lebensretter hervorgehen.

Artikel von Marcus Marcher
Foto von Thomas Barmetler

Das Bild zeigt Schüler der Elektronikerklasse EB12b.
Von links nach rechts:
Adam, Danin, Silas, Kerem, Quirin, Maximilian, Jan, Samuel, Lukas, Sayed

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