In der Zeit vom 20.04. bis 07.05.2026 begaben sich 8 Auszubildende aus der Metall- und Elektrobranche zusammen mit ihren Lehrerkräften aus der BS1 Kempten auf die Reise nach Kenitra in Marokko, wo sich die Partnerschule IFTek befindet.
Im Vorfeld des Besuchs wurde ein eindrucksvolles Projekt in Zusammenarbeit zwischen den Berufsschulen erarbeitet. Während des Projektes bekamen die Schülerinnen und Schüler oft die Möglichkeit, neue Erfahrungen aus den verschiedenen Arbeitswelten zu sammeln sowie sein Wissen und Können einzubringen und zu beweisen. Gemeinsam wurden Arbeitsschritte geplant und so aufgeteilt, dass jeder einmal in die jeweilige andere Berufsbranche reinschnuppern durfte. In Zusammenarbeit mit den marokkanischen Berufsschülern wurde eine Sitzbank aus Stahl angefertigt. Als Dach dient ein PV-Modul. An den Standsäulen der Bank befinden sich Steckdosen, die zur Ladung des Smartphones mit passendem USB-Anschluss/USBC-Anschluss dienen sollen. Noch dazu befindet sich unter dem PV-Modul ein LED-Band, die mit Hilfe eines Tasters und eines Zeitschaltrelais die Bank zum Leuchten bringt - Perfekt für die Abendstunden. Hinter dem Projekt stecken dennoch nicht nur die gemeinsamen praktischen Arbeiten, sondern intensive Besprechungen und Planungen, in denen die Lehrer als Berater eine wichtige und große Rolle spielten.
Es war immer wieder herausfordernd gemeinsame Problemlösungen im Bereich Metall- und Elektrotechnik zu finden, doch dieses Projekt beweist, dass die richtige Zusammenarbeit und ein tolles Team alles gemeinsam schaffen kann. Trotz manchen Verständnisproblemen ließ sich mit Hilfe von Händen und Füßen immer eine Lösung gefunden.
In den zwei Wochen gab es viel zu erleben und zu entdecken. Die Auszubildenden konnten das Arbeitsleben in Nordafrika sowie die Menschen, den Alltag und die marokkanische Kultur kennenlernen. Mit Städtetrips nach Chefchaouen (die blaue Stadt in Marokko), die Hauptstadt Rabat und Fes konnten sich die Auszubildenden in das Alltagsleben in Marokko gut hineinversetzen.
Die marokkanischen Schülerinnen und Schüler zeigten mit viel Stolz und Freude ihre Kultur. Die Teilnehmenden waren in eine die Familie eines marokkanischen Schülers zum traditionellen freitäglichen Couscous-Essen eingeladen. Der Schüler lebt auf einer Farm und zeigte mit großer Leidenschaft sein Leben auf dem Land.
In der Zeit während des Schüleraustausches sind nicht nur feste Freundschaften entstanden, sondern auch wundervolle und interessante Erfahrungen für das Leben.
Schließlich wurde das hart erarbeitete Projekt feierlich eingeweiht. Neben den am Projekt beteiligten Schülerinnen und Schülern, sowie deren Lehrern waren auch Repräsentanten der Industrie- und Handelskammer Rabat-Sale-Kenitra präsent.
Das Berufsbildungs-Partnerschaftsprojekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Darüber hinaus trugen die Elektroinnung Kempten-Oberallgäu und der Förderverein der BS1 zur Finanzierung bei.
Ein besonderes Engagement zeigten auch diejenigen Betriebe, die ihre Azubis für die 2 Wochen in Marokko freigestellt haben und ihnen eine wunderbare, interessante und erfahrungsvolle Zeit ermöglichten.
Text: Emma Riefler (Austauschschülerin)