Ausbildung

Die Ausbildung im Berufsfeld Elektroniker für Betriebstechnik findet im Rahmen der dualen Ausbildung statt, d.h. die Ausbildung erfolgt an zwei Lernorten, dem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule.

Arbeitsstätten und Tätigkeitsbereiche

  • Betriebe mit Produktions- und Betriebsanlagen
  • Montagetätigkeiten (Wartungs-, Instandhaltungsarbeiten, Neuinstallationen) im In- und Ausland
  • Instandhaltung
  • Service
  • Entwicklung (von SPS-Programmen)
  • Umsetzung einer automatisierten Fertigung mit Blick auf den Arbeiter (Mensch-Maschine)
     

Berufsinformation

Umfassende aktuelle Informationen rund um den Beruf Elektroniker für Betriebstechnik (m/w) finden Sie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.
 

Anforderungen an die Auszubildenden

  • erfolgreicher Hauptschulabschluss
  • gute Leistungen in Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern
  • farbtüchtiges Sehvermögen
  • handwerkliches Geschick
  • technisches Verständnis
  • Anpassungsfähigkeit an stetigen Wandel und technischen Fortschritt
  • hohe Verantwortung (z.B. bei Beseitigung von Maschinenstillstand => Reduktion von Stillstandzeiten)
  • räumliche Flexibilität (schnell wechselnde Einsatzorte)
  • Bereitschaft und Fähigkeit, sich neue Inhalte selbstständig anzueignen

    Kernkompetenzen

    im Hinblick auf die berufliche Handlungsfähigkeit:

    • Pflege und weiterer Ausbau der vorhandenen Kulturtechniken wie z.B. Schreiben, Lesen
    • selbständiger Wissenserwerb aus Fachunterlagen
    • Erwerb einer Fachsprache Deutsch
    • Zuverlässigkeit
    • Selbstregulation
    • Verantwortungsbewusstsein
    • Beherrschen unterschiedlicher Kommunikationstechniken (zwischenmenschlich)
    • Umgang mit unterschiedlichen Rollenstrukturen
    • selbständiges Finden und Anwenden von Problemlösestrategien (problemlösendes Handeln)
    • Konflikt- und Kritikfähigkeit
    • Erwerb eines gesunden beruflichen wie auch persönlichen Selbstwertgefühls und einer realistischen Selbsteinschätzung
    • selbstständiges Denken und Arbeiten
    • Bereitschaft zur persönlichen Weiterentwicklung
       

    Räumliche/technische Ausstattung

    Bei der Vermittlung von praxisorientiertem Wissen können die Lehrkräfte auf folgende räumliche/technische Ausstattung zurückgreifen:

    • jedes Klassenzimmer verfügt über einen Laborraum inklusive PC-Ausstattung
    • im Labor: Messgeräte, industrienahe Hardware (SPS-Steuerungen, Brand- und Einbruchmeldeanlagen, KNX-/EIB-Systeme, Cyber-Physikalische-Systemen („CPS“) zur Vermittlung von Industrie 4.0 Inhalten
    • Verwendung gängiger Software (Office365, LOGO!, EIB/KNX), Apps (dicct, leo.org, Auslegung von SAT-Anlagen, Lichtberechnung) und Simulationstools (FluidSim)

    Fächerübergreifender Projektunterricht

    Die Inhalte der fachspezifischen Fächer sind so verzahnt, dass ein übergreifendes Denken und Handeln unabdingbar ist. Spezielle Module sind:

    • handlungsorientierter Unterricht
    • simulierte Kundengespräche
    • allgemeinbildende Fächer: Neuer Lehrplan Deutsch (Fachsprache)
    • Arbeit und Beruf im Sozialkunde-Unterricht
    • Internationalität der Arbeitswelt (Sozialkunde)
    • fachliches Englisch
    • Thematisieren von Technikfolgen und beruflicher Ethik (Religion)
    • Referate und das Präsentieren erarbeiteter Lösungen begünstigen eine selbstbewusste Haltung gegenüber Mitschülern bzw. Kunden und Kollegen
       

    Neben dem Einsatz von bewährtem Unterrichtsmaterial (Arbeitsblätter, Tabellen- und Fachkundebuch) kommt vermehrt die Recherchearbeit mit Hilfe des Internets (Smartphone, PC, QR-Codes zur Lernzielkontrolle) zum Einsatz.

    Unsere Partner im dualen System sind

    • Industrie- und Handelskammer (IHK)
    • Betriebe (Mittelständler und Großbetriebe)
    • Träger AbH (Arbeitsbegleitende Hilfen)

    Zusammenarbeit mit diesen Partnern

    • Die meisten Ausbilder sind persönlich aus der Zusammenarbeit im Prüfungsausschuss bekannt => kurze Wege bei Fragen und Problemen
    • unmittelbare und direkte Kommunikation (Telefon, E-Mail) wenn nötig
    • Ausbildersprechtage mit aktuellen Informationen zu Unterricht und Ausstattung
    • Hands-On-Workshops (Ausbilder probieren die Unterrichtsinhalte der BS I selbst aus)
       

    Zukunftsperspektiven

    Die Aufgaben des Elektronikers für Betriebstechnik unterliegen einem Wandel und einer Erweiterung. Künftige steigende Erwartungen sind:

    • Installationsarbeiten inklusive Vernetzung der Systeme
    • Wartung/Instandhaltung/Service von Montage- und Produktionssystemen unter Nutzung modernster Diagnose-, Dokumentations- und Kommunikationssysteme (z.B. Datenbrillen zur 3D-Darstellung der Anlagen unter Einblendung der notwendigen Handlungs- und Maschineninformationen)
    • Gespräche mit Kunden und Servicepersonal in Fremdsprachen (z.B. Englisch), teilweise per Videokonferenzsystem
       

    An der Staatlichen Berufsschule I Kempten (Allgäu) versuchen wir, die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen in der Technik zu erkennen und im Unterricht zu integrieren. Damit wird die neue Technik für die Schüler zum Alltag. Die Auszubildenden verlieren etwaige Hemmungen, sich auf Neues einzulassen.

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